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SEO 2026: Was sich bei Google geändert hat und worauf es ankommt.

Google hat in diesem Jahr mehrfach an der Suche gedreht, und über vielen Treffern steht inzwischen eine KI-Antwort. Für einen kleinen Betrieb ist davon weniger wichtig, als die Schlagzeilen vermuten lassen. Dieser Überblick trennt beides.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google hat 2026 bisher zwei Core-Updates (März und Mai) und vier Spam-Updates bestätigt. Das jüngste läuft seit dem 24. September.
  • In Deutschland enden laut einer Auswertung vom Juni 2026 rund 62 % der Google-Suchen ohne Klick auf eine Website.
  • Steht eine KI-Übersicht über den Treffern, sinkt die Klickrate des ersten Treffers laut SISTRIX von 27 auf 11 %. Das trifft vor allem Wissensfragen, kaum die Suche nach einem Anbieter vor Ort.
  • Google nennt Vertrauen als wichtigsten Maßstab für Inhalte. Ein Sonderrezept für KI-Antworten gibt es nach Googles eigenem Leitfaden nicht.

Welche Google-Updates gab es 2026?

Google führt ein öffentliches Verzeichnis aller bestätigten Änderungen an der Reihenfolge der Suchergebnisse. Für 2026 stehen dort bis Anfang Oktober diese Einträge, die auch die deutsche Suche betreffen:

Bestätigte Google-Updates 2026
ZeitraumUpdateWorum es geht
24. bis 25. MärzSpam-UpdateSeiten, die gegen die Spam-Richtlinien verstoßen
27. März bis 8. AprilCore-UpdateNeubewertung von Inhalten insgesamt
21. Mai bis 2. JuniCore-UpdateNeubewertung von Inhalten insgesamt
24. bis 26. JuniSpam-UpdateSeiten, die gegen die Spam-Richtlinien verstoßen
ab 18. AugustSpam-UpdateNach wenigen Tagen abgeschlossen
seit 24. SeptemberSpam-UpdateAm 5. Oktober noch nicht als abgeschlossen gemeldet

Die beiden Begriffe bedeuten Unterschiedliches:

  • Core-Update: Google bewertet neu, welche Seiten eine Suchanfrage am besten beantworten. Es gibt keinen einzelnen Fehler, den man danach behebt. Wer verliert, wurde nicht bestraft. Andere Seiten wurden als hilfreicher eingestuft.
  • Spam-Update: Es richtet sich gegen Tricks, etwa gekaufte Links, massenhaft erzeugte Texte ohne Nutzen oder versteckte Weiterleitungen. Eine normal gepflegte Unternehmenswebsite ist davon in aller Regel nicht betroffen.

Zu den beiden Core-Updates hat Google jeweils nur Beginn und Ende gemeldet. Erklärungen, was sich inhaltlich geändert hat, gab es nicht. Wer Ihnen eine genaue Ursache für einen Rückgang nennt, vermutet.

Warum bringen gute Platzierungen weniger Klicks?

Die größere Veränderung liegt nicht in der Reihenfolge der Treffer, sondern darüber. In Deutschland zeigt Google seit März 2025 KI-Übersichten und seit Oktober 2025 den KI-Modus. Beide beantworten Fragen direkt auf der Ergebnisseite.

Drei Zahlen ordnen das ein:

  • Rund 62 % ohne Klick: SparkToro hat mit Daten von Similarweb für Januar bis April 2026 ausgewertet, wie viele Google-Suchen ohne Klick auf eine Website enden. Für Deutschland sind es 62,1 %, für Großbritannien 69,5 % und für die USA 68,0 %. Die Google-App ist in den Daten nicht enthalten.
  • Von 27 auf 11 %: SISTRIX hat für Deutschland mehr als 100 Millionen Suchbegriffe untersucht. Erscheint eine KI-Übersicht, klicken statt 27 % nur noch 11 % auf den ersten Treffer.
  • Etwa jeder fünfte Suchbegriff: Nach derselben Untersuchung zeigt rund ein Fünftel der Suchbegriffe eine KI-Übersicht. Im Schnitt gehen dadurch 6,6 % der Klicks verloren, je nach Themenfeld zwischen 1 und 24 %.

Google selbst widerspricht dem Bild vom Klickverlust. Das Unternehmen erklärte im August 2025, die Zahl der Klicks aus der Suche sei im Jahresvergleich weitgehend stabil. Beide Aussagen können nebeneinander stimmen, weil der Durchschnitt wenig über die einzelne Website sagt.

Zwei kleinere Änderungen gehören dazu:

  • Aufklappbare Fragen im Suchergebnis sind weg. Google zeigt die sogenannten FAQ-Rich-Results nicht mehr an und hat die Anleitung dazu im Juni 2026 entfernt. Ein Bereich mit häufigen Fragen auf Ihrer Seite bleibt für Leser trotzdem sinnvoll.
  • Neuer Bericht in der Search Console. Google zeigt Website-Betreibern seit Ende August 2026 weltweit, wie oft ihre Seiten in den KI-Funktionen der Suche erscheinen.

Was sagt Google 2026 zu Qualität und Vertrauen?

Google beschreibt gute Inhalte mit vier Begriffen: Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit, im Englischen kurz E-E-A-T. In der aktuellen Fassung der Hinweise steht dazu zweierlei. E-E-A-T ist kein einzelner Rankingfaktor, den man einschalten könnte. Und von den vier Punkten ist Vertrauen der wichtigste.

Was sich 2026 an den Regeln getan hat:

  • KI-Texte sind erlaubt, Masse ohne Nutzen nicht. Google akzeptiert Texte, die mit KI entstanden sind, wenn sie Lesern etwas bringen. Viele Seiten ohne eigenen Wert zu erzeugen, kann als Spam gelten. Google empfiehlt, Fakten von Hand zu prüfen. Die Hinweise wurden zuletzt am 1. Oktober 2026 überarbeitet.
  • Spam-Regeln gelten auch für KI-Antworten. Das hat Google im Mai 2026 klargestellt. Wer versucht, die KI-Übersichten mit Tricks zu beeinflussen, fällt unter dieselben Richtlinien wie bei den normalen Treffern.
  • Neue Regel gegen gekaperte Zurück-Tasten. Seiten, die Besucher beim Klick auf „Zurück“ auf andere Seiten umleiten, werden seit dem 15. Juni 2026 geahndet. Das betrifft vor allem aggressive Werbeskripte. Prüfen Sie es einmal, falls auf Ihrer Website fremde Werbung läuft.
  • Strengere Regeln für Bewertungssterne. Seit Juli 2026 schließen Googles Vorgaben für Sterne im Suchergebnis gefälschte und nicht gekennzeichnete vergütete Bewertungen ausdrücklich aus.

Was heißt das für einen Betrieb in Mainz?

Die Zahlen oben stammen aus allen Suchanfragen zusammen. Für einen lokalen Betrieb lohnt die Unterscheidung nach der Absicht hinter der Suche.

  • Wer einen Anbieter sucht, etwa „Elektriker Mainz Notdienst“ oder „Zahnarzt Gonsenheim“, bekommt Karte, Unternehmensprofile und Anzeigen. Eine KI-Zusammenfassung ersetzt hier nicht den Anruf beim Betrieb. Diese Suchen bleiben der Kern.
  • Wer etwas wissen will, etwa „Was kostet eine Wärmepumpe“, bekommt immer öfter eine KI-Antwort. Ratgebertexte bringen deshalb weniger Besucher als früher.

Ratgeber sind damit nicht wertlos. Sie zeigen Fachwissen, und KI-Antworten nennen ihre Quellen. Wer dort mit Namen auftaucht, wird wahrgenommen, auch ohne Klick. Als Maßstab für den Erfolg taugt die Besucherzahl aber weniger als früher. Zählen Sie Anfragen und Aufträge.

Wie Google die lokalen Ergebnisse sortiert, steht im Artikel Lokale SEO in Mainz: So erscheinen Sie bei Google Maps ganz oben.

Worauf es jetzt ankommt: fünf Punkte

  1. Das Google-Unternehmensprofil pflegen. Vollständige Angaben, aktuelle Öffnungszeiten, eigene Fotos. Google nennt das Profil in seinem Leitfaden zur KI-Suche ausdrücklich als Weg, in KI-Antworten sichtbar zu sein.
  2. Für jede Leistung eine eigene Seite. Mit dem, was Kunden wissen wollen: was Sie machen, für wen, in welchem Gebiet, wie es abläuft und was es ungefähr kostet.
  3. Zeigen, wer dahintersteht. Name, Foto, Ausbildung, echte Projekte, vollständiges Impressum. Das ist der Teil von „Vertrauen“, den Sie selbst in der Hand haben.
  4. Technik in Ordnung halten. Die Seite muss auf dem Handy gut lesbar sein, zügig laden und für Google abrufbar sein. Die Grenzwerte für die Ladezeit haben sich 2026 nicht geändert.
  5. Ehrliche Bewertungen sammeln. Alle Kunden fragen, nichts dafür versprechen, auf jede Bewertung antworten.

Was Sie getrost lassen können

  • Eine llms.txt-Datei für Google. Google schreibt, dass die Suche solche Dateien ignoriert. Sie schadet nicht und hilft dort nicht.
  • Besondere Auszeichnungen nur für KI. Laut Google gibt es keine speziellen strukturierten Daten für KI-Antworten.
  • Texte in Häppchen für die KI zerlegen. Auch das ist nach Googles Leitfaden nicht nötig. Klare Überschriften und Abschnitte genügen.
  • Viele fast gleiche Seiten. Seiten, die sich nur im Ortsnamen oder in einer Suchvariante unterscheiden, bringen Lesern nichts. Google rät ausdrücklich davon ab, das zu übertreiben.
  • Punktzahlen aus SEO-Tools hinterherlaufen. Diese Werte berechnen die Anbieter der Tools selbst. Google verwendet sie nicht.

Häufige Fragen

Meine Seite ist nach einem Update abgerutscht. Was soll ich tun?

Zuerst abwarten, bis das Update abgeschlossen ist, und dann in der Search Console die Wochen davor und danach vergleichen. Betrifft der Rückgang einzelne Seiten, lohnt der Blick auf genau diese: Beantworten sie die Frage besser als die Seiten, die jetzt davor stehen? Bei einem Core-Update gibt es keine schnelle Reparatur.

Lohnt sich SEO noch, wenn weniger geklickt wird?

Für lokale Betriebe ja. Wer einen Handwerker, eine Praxis oder ein Restaurant sucht, ruft weiterhin an oder öffnet die Website. Der Rückgang trifft vor allem reine Wissensfragen.

Darf ich Texte mit KI schreiben lassen?

Ja. Google bewertet den Nutzen eines Textes, nicht das Werkzeug. Prüfen Sie Fakten selbst und ergänzen Sie, was nur Sie wissen: Erfahrungen aus Ihren Aufträgen, Preise, Abläufe, Beispiele aus der Region.

Muss ich nach jedem Update etwas ändern?

Nein. Die Grundlagen sind seit Jahren dieselben. Wer seine Website für Kunden pflegt und keine Tricks anwendet, muss auf einzelne Updates nicht reagieren.

Woran erkenne ich seriöse SEO-Beratung?

Niemand kann einen bestimmten Platz bei Google garantieren. Seriöse Beratung erklärt, was gemacht wird und warum, nennt Quellen und misst am Ende Anfragen statt nur Platzierungen.

Sie möchten wissen, wo Ihre Website heute steht? Im kostenlosen Website-Check schaue ich mir Ihre Seite und Ihr Unternehmensprofil an und sage Ihnen, welche zwei oder drei Punkte bei Ihnen am meisten bringen. Wie ich arbeite, steht unter SEO und lokale Sichtbarkeit.

Delaina Castro, Mainzwerk

Ich baue Websites für Betriebe, Praxen und Unternehmen aus Mainz und Umgebung, sorge für Sichtbarkeit bei Google und richte Kampagnen ein, die Anfragen bringen.

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