GEO: Generative Engine Optimization

Sichtbar in KI-Antworten: So wird Ihre Website von Google AI Overviews und ChatGPT zitiert.

Immer öfter steht über den Suchergebnissen eine fertige Antwort, und viele Menschen fragen gleich ChatGPT. Diese Antworten nennen Quellen. Ob Ihr Betrieb dazugehört, lässt sich beeinflussen, aber nicht erzwingen.

Das Wichtigste in Kürze

  • KI-Antworten mit Quellen entstehen aus einer Websuche. Zitiert werden kann nur, was gefunden und gelesen werden darf.
  • Für Google AI Overviews braucht es laut Google keine besondere Technik. Die Seite muss im Index sein und als Suchergebnis mit Textauszug erscheinen dürfen.
  • Für ChatGPT und Perplexity müssen deren Such-Crawler Zugang haben: OAI-SearchBot und PerplexityBot.
  • Zitiert werden Inhalte, die eine Frage direkt beantworten: konkret, überprüfbar, mit Ort, Leistung und Ablauf.
  • Eine bestimmte Erwähnung kann niemand garantieren. Die Antworten ändern sich laufend.

Wie entstehen KI-Antworten mit Quellen?

KI-Systeme antworten auf zwei Arten. Entweder aus dem, was sie beim Training gelernt haben. Dann gibt es keine Quellenangabe, und das Wissen kann Monate alt sein. Oder sie starten im Hintergrund eine Websuche, lesen einige der gefundenen Seiten und fassen sie zusammen. So arbeiten die AI Overviews und der KI-Modus von Google, die Suche in ChatGPT und Perplexity.

Für lokale Betriebe ist die zweite Art entscheidend. Bei einer Frage wie „Wer saniert in Mainz Bäder barrierefrei?“ sucht das System nach aktuellen Seiten. Dabei können mehrere Arten von Quellen einfließen:

  • Ihre eigene Website,
  • Ihr Google-Unternehmensprofil und andere Karteneinträge,
  • Verzeichnisse, Bewertungsportale und Berichte auf anderen Seiten.

Daraus folgt die Reihenfolge der Arbeit: zuerst gefunden werden, dann verstanden werden, dann zitierwürdig sein.

Was sagt Google offiziell zu AI Overviews?

Google hat für Website-Betreiber eine eigene Dokumentation zu den KI-Funktionen der Suche veröffentlicht. Die Kernaussagen:

  • Keine Sonderanforderungen. Um als Link in AI Overviews oder im KI-Modus zu erscheinen, muss eine Seite indexiert sein und in der Google-Suche mit einem Textauszug angezeigt werden dürfen. Weitere technische Voraussetzungen gibt es nicht.
  • Keine neuen Dateien oder Auszeichnungen nötig. Google verlangt weder besondere Textdateien für KI noch spezielle strukturierte Daten.
  • Bewährte Grundlagen zählen. Crawler dürfen nicht ausgesperrt sein, wichtige Inhalte stehen als Text auf der Seite, die interne Verlinkung ist sauber, die Seite lädt schnell. Strukturierte Daten müssen zum sichtbaren Text passen.
  • Unternehmensprofil aktuell halten. Google nennt ausdrücklich die Angaben im Unternehmensprofil.
  • Steuerung über bekannte Mittel. Wer nicht erscheinen will, nutzt dieselben Anweisungen wie für die normale Suche, etwa nosnippet oder noindex.

Kurz gesagt: Wer bei Google sauber aufgestellt ist, hat die Voraussetzung für AI Overviews bereits erfüllt. Die Grundlagen dazu beschreibe ich unter SEO und lokale Sichtbarkeit.

Welche KI-Crawler brauchen Zugang?

Jeder Anbieter schickt eigene Programme los, die Websites abrufen. Man nennt sie Crawler. Welche davon Ihre Seite lesen dürfen, steht in der Datei robots.txt auf Ihrem Server.

KI-Crawler und ihre Aufgabe
CrawlerAnbieterAufgabe
GooglebotGoogleSuche, auch AI Overviews und KI-Modus
Google-ExtendedGoogleSteuert die Nutzung für KI-Training außerhalb der Suche
OAI-SearchBotOpenAISuchergebnisse in ChatGPT
GPTBotOpenAISammelt Inhalte für das Training der Modelle
PerplexityBotPerplexitySuchergebnisse in Perplexity

Wer in den Antworten von ChatGPT und Perplexity als Quelle erscheinen will, darf die Such-Crawler nicht aussperren. In der robots.txt sieht das so aus:

User-agent: OAI-SearchBot
Allow: /

User-agent: PerplexityBot
Allow: /

Ob Sie zusätzlich das Training erlauben, also GPTBot und Google-Extended, ist eine eigene Entscheidung. Sie hat nach Angaben der Anbieter keinen Einfluss darauf, ob Sie in der jeweiligen Suche erscheinen.

Zwei Stolpersteine aus der Praxis:

  • Sperren beim Hoster oder Sicherheitsdienst. Manche Dienste blockieren KI-Crawler in der Voreinstellung. Ein Blick in die Einstellungen lohnt sich.
  • Inhalte, die erst per JavaScript geladen werden. Viele KI-Crawler führen kein JavaScript aus. Leistungen, Preise und Kontaktdaten sollten deshalb direkt im Quelltext der Seite stehen.

Wie sehen Inhalte aus, die zitiert werden?

Eine KI übernimmt Sätze, die eine Frage für sich allein beantworten. Allgemeine Werbesprache gibt ihr nichts, was sie zitieren könnte. Der Unterschied an einem Beispiel:

Vergleich: allgemeiner und zitierfähiger Text
Schwer zu zitierenGut zu zitieren
„Wir bieten Ihnen ganzheitliche Lösungen rund ums Bad und stehen für Qualität und Zuverlässigkeit.“„Wir sanieren Bäder in Mainz und Rheinhessen. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner, der Fliesen, Sanitär und Elektrik koordiniert. Vor Beginn erhalten Sie ein Festpreisangebot.“

Beispieltexte zur Veranschaulichung.

Daraus ergeben sich einfache Regeln für Ihre Seiten:

  • Die Antwort zuerst. Der erste Absatz unter einer Überschrift beantwortet die Frage. Details folgen danach.
  • Fragen als Überschriften. „Was kostet eine Heizungswartung?“ entspricht dem, was Menschen eintippen.
  • Konkrete Angaben. Leistungen, Orte, Ablauf, Dauer, Preisspannen, Öffnungszeiten. Zahlen und Namen statt Adjektive.
  • Eine Seite pro Leistung. Jede Leistung bekommt eine eigene Seite, die für sich verständlich ist.
  • Listen und Tabellen. Vergleiche, Schritte und Voraussetzungen lassen sich so leichter auslesen.
  • Eigene Erfahrung zeigen. Beschriebene Projekte, echte Fotos, Name und Qualifikation der Person, die schreibt.
  • Aktuell bleiben. Ein sichtbares Datum und gepflegte Inhalte. Veraltete Preise oder Öffnungszeiten werden sonst mitzitiert.

Warum müssen die Angaben überall gleich sein?

KI-Systeme setzen ihr Bild von Ihrem Betrieb aus mehreren Quellen zusammen. Widersprechen sich diese, steigt das Risiko falscher Angaben in der Antwort. Prüfen Sie:

  • Name, Adresse, Telefonnummer: auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, in Verzeichnissen und in sozialen Netzwerken identisch.
  • Leistungen und Einzugsgebiet: überall dieselben Begriffe. Wer auf der Website „Heizungsbau“ schreibt und im Profil nur „Klempner“ angibt, wird schlechter zugeordnet.
  • Strukturierte Daten: maschinenlesbare Angaben zu Betrieb, Adresse, Öffnungszeiten und Leistungen. Google verlangt sie für die KI-Funktionen nicht, sie helfen aber dabei, Angaben eindeutig zuzuordnen. Sie müssen mit dem sichtbaren Text übereinstimmen.
  • Bewertungen und Erwähnungen: Echte Bewertungen und Berichte auf anderen Seiten sind Quellen, auf die sich die Systeme stützen können. Wie das im lokalen Umfeld funktioniert, steht im Artikel Lokale SEO in Mainz.

Wie prüfe ich, ob mein Betrieb in KI-Antworten vorkommt?

Eine verlässliche Statistik wie bei Suchmaschinen-Positionen gibt es bisher nicht. Praktikabel ist eine regelmäßige Stichprobe:

  1. Notieren Sie fünf bis zehn Fragen, die Ihre Kunden stellen würden, zum Beispiel „Welcher Elektriker in Mainz installiert Wallboxen?“.
  2. Stellen Sie diese Fragen einmal im Monat in ChatGPT, in Perplexity und bei Google.
  3. Halten Sie fest: Wird Ihr Betrieb genannt? Stimmen die Angaben? Welche Quellen werden verlinkt?
  4. Falsche Angaben führen oft zu einer Quelle, die Sie korrigieren können: ein alter Verzeichniseintrag, eine veraltete Unterseite.

Bei Google fließen Aufrufe aus den KI-Funktionen in die normalen Zahlen der Search Console ein. Besucher von ChatGPT oder Perplexity erkennen Sie in der Auswertung Ihrer Website an der Herkunft.

Beachten Sie: Dieselbe Frage kann morgen eine andere Antwort ergeben, und zwei Personen sehen nicht unbedingt dasselbe. Es geht um die Tendenz über mehrere Monate.

Checkliste: sieben Punkte für den Start

  1. Die wichtigsten Seiten sind bei Google indexiert und nicht für Textauszüge gesperrt.
  2. Die robots.txt sperrt OAI-SearchBot und PerplexityBot nicht aus.
  3. Leistungen, Einzugsgebiet und Kontaktdaten stehen als Text im Quelltext der Seite.
  4. Jede Leistung hat eine eigene Seite, deren erster Absatz sagt, was Sie wo für wen tun.
  5. Häufige Kundenfragen sind auf der Website beantwortet, mit der Frage als Überschrift.
  6. Name, Adresse und Telefonnummer sind überall identisch, das Unternehmensprofil ist aktuell.
  7. Einmal im Monat läuft die Stichprobe mit Ihren Kundenfragen.

Wie ich diese Arbeit für Betriebe übernehme, steht auf der Seite GEO: Sichtbar in ChatGPT, Perplexity und Google AI.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

SEO sorgt dafür, dass Ihre Seite in den Suchergebnissen weit oben steht. GEO, kurz für Generative Engine Optimization, sorgt dafür, dass KI-Systeme Ihren Betrieb finden, richtig verstehen und als Quelle nennen können. GEO baut auf sauberem SEO auf und ersetzt es nicht.

Brauche ich eine llms.txt-Datei?

Für Google nicht. Google erklärt, dass für AI Overviews und den KI-Modus keine besonderen KI-Textdateien nötig sind. Eine solche Datei schadet nicht, ersetzt aber weder gute Inhalte noch den Zugang für die Crawler.

Sollte ich KI-Crawler lieber aussperren?

Das ist eine Abwägung. Wer die Such-Crawler aussperrt, erscheint in den jeweiligen Antworten nicht als Quelle. Für die meisten lokalen Betriebe überwiegt der Nutzen, gefunden zu werden. Das Training der Modelle können Sie getrennt davon untersagen.

Verliere ich durch KI-Antworten Besucher?

Bei einfachen Wissensfragen klicken weniger Menschen auf eine Website, weil die Antwort schon dasteht. Wer einen Handwerker, eine Praxis oder ein Angebot sucht, muss am Ende trotzdem Kontakt aufnehmen. Google gibt an, dass Besucher, die über AI Overviews kommen, mehr Zeit auf der Website verbringen.

Kann man eine Erwähnung in ChatGPT garantieren?

Nein. Die Antworten hängen von der Frage, vom Zeitpunkt und vom Nutzer ab und ändern sich laufend. Sie können die Voraussetzungen schaffen und die Entwicklung beobachten. Wer eine feste Platzierung verspricht, verspricht zu viel.

Delaina Castro, Mainzwerk

Ich baue Websites für Betriebe, Praxen und Unternehmen aus Mainz und Umgebung, sorge für Sichtbarkeit bei Google und richte Kampagnen ein, die Anfragen bringen.

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Ein Gespräch mit konkretem Nutzen

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Wir schauen uns Ihre Website und Ihren Auftritt bei Google an. Sie bekommen eine erste Einschätzung, was sich verbessern lässt, und einen sinnvollen nächsten Schritt.